Nationalparks in der Küstenregion

 

Venezuela bietet eine Vielzahl wunderschöner Nationalparks. Einige davon befinden sich im Küstenbereich und andere wiederum im Landesinneren und den Bergregionen. Hier werden die Nationalparks an der Küste beschrieben – wobei sicherlich noch viele weitere Nationalparks absolut sehenswert sind, die hier nicht separat beschrieben sind.


Der Morrocoy Nationalpark


Der Morrocoy Nationalpark liegt im Nordwesten Venezuelas und ist einer der schönsten Nationalparks weltweit, mit traumhaften und paradiesischen Stränden, die zum Träumen und Palmen einladen. Der Morrocoy Nationalpark liegt in der Bucht Golfo Triste und umfasst sowohl Küste, als auch Gewässer. Zahlreiche kleine Inseln und auch Sandbänke, wie zum Beispiel Borracho, Pelon, Sombrero, Sal, Playuela y Peraza, die eine faszinierende Naturattraktion darstellen, gehören zum Nationalpark. Aber nicht nur traumhafte Strandregionen, die mit feinem, weißem Sand und der Umsäumung durch Palmen oder Kokospalmen einen herrlichen Kontrast zum türkisblauen Meer der Karibik darstellen, bilden die Highlights in dem Nationalpark, auch für Taucher und Schnorchler sind hier zahlreiche, atemberaubende Erlebnisse geboten mit der herrlichen Vielfalt der bunten Meeresbewohner. Die Unterwasserwelt in dieser Region ist absolut beeindruckend und verzaubert die Taucher und Schnorchler mit den bunten Anblicken. Um die ganze Schönheit des Nationalparks Morrocoy mit den traumhaften, kleinen Inselchen bewundern zu können, sind natürlich Boote notwendig, um zu den kleinen Paradiesen zu gelangen. Dabei können eigene Boote gemietet werden, um die Faszination Morrocoy auf eigene Faust zu erleben, oder mit anderen Urlaubern ein Fischerboot angemietet werden, das nach vereinbarten Zeiten dann wieder zur Abholung der Urlauber zurückkommt. Zudem können auf den unzähligen kleinen Inseln auch zahlreiche verschiedene Wasservögel beobachtet werden.

 


Der Nationalpark Paria


Die Halbinsel Paria ist ein Nationalpark, der wie ein riesiges Gewächshaus wirkt mit seinen karibischen Traumstränden und einer faszinierenden Dschungelregion, in der kaum Infrastruktur vorhanden ist. Unberührte Natur mit Urwald, der bis zu den paradiesischen Stränden reicht, die mit der Palmenvielfalt und feinem, weißen Sand die Urlauber verzaubern. Ein Ausflug im Nationalpark Paria ist wie eine kleine Expedition in unberührte Natur und zu zahlreichen, kleinen Bergflüssen, wie auch zu wunderschönen Wasserfällen, die zum Teil ins Meer stürzen und einen atemberaubenden Anblick bieten. Manche Attraktionen können nur mit Fischerbooten erreicht werden und auf jeden Fall sollte genügend Verpflegung mitgenommen werden, da es im Urwald natürlich keine Restaurants gibt. Der Nationalpark Paria wurde am 12. Dezember 1978 gegründet und ist zum größten Teil mit Nebelwäldern bedeckt, die zur Primärvegetation zählen. Mit einer faszinierenden und unvorstellbaren Artenvielfalt an Flora und Fauna begeistert der Nationalpark auf der Halbinsel Paria und die Vielfalt an Vogelarten bringen die Ornithologen zum Schwärmen. Die Wildnis und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt dieses Nationalparks macht die Halbinsel Paria zu einem der abwechslungsreichsten Nationalparks Venezuelas.


Nationalpark Archipielago de Los Roques


Etwa 50 kleine Koralleninseln bilden das Archipel Los Roques, das knapp 170 km nordwestlich von der Hauptstadt Caracas liegt. Die faszinierende Schönheit und die wichtige Bedeutung für ein ökologisches Gleichgewicht innerhalb der Unterwasserwelt der Korallengärten war der Grund, warum der Archipel im Jahr 1972 zum Nationalpark ernannt und somit unter Naturschutz gestellt wurde. Die größte der Inseln des Archipels ist El Gran Roques. Dies ist die einzige bewohnte Insel des Nationalparks und diese verfügt auch über einen Flughafen. Los Roques mit seinen traumhaften, feinen und schneeweißen Sandstränden, die einen herrlichen Kontrast zum türkisfarbenen und glasklaren Meer der Karibik bietet herrliche Möglichkeiten, den Strandaufenthalt zu genießen. Taucher, Schnorchler, Schwimmer und auch Windsurfer kommen hier voll auf ihre Kosten und können eine bunte Vielfalt an Meeresbewohnern und Pflanzen der Meeresflora bewundern. Weitere wichtige Inseln des Archipels sind Franisqui, Nordosqui, Madrisqui und Crasqui.

 

Der Nationalpark Turuepano


An den Ausläufern des Orinoco Deltas, das auch als Delta Amacuro bekannt ist, befindet sich der Nationalpark Turuepano, der im Jahr 1989 zum Nationalpark erklärt wurde. Dieser stellt gerade für das Manati – die Seekuh – eine letzte Zufluchtsstätte dar. Die Landschaft im Nationalpark Turuepano ist zwar gleich wie im Orinoko-Delta selbst, aber dieser ist touristisch nicht erschlossen und bietet noch unberührte Natur ohne jegliche Infrastruktur. Zahlreiche Tierarten finden hier noch einen unberührten Lebensraum, so können dort außer den Manatis auch Flussdelphine, Schlangen, Sumpfhühner der seltensten Arten, Kaimane, Affen und eine Vielzahl roter Ibisse bewundert werden.


Der Mochima Nationalpark


Der Mochima Nationalpark besteht aus hunderten von kleinen Inseln, die traumhafte Buchten und paradiesische Strände wie aus dem Bilderbuch bieten und dabei pures, karibisches Ambiente bieten. Bei dem Nationalpark handelt es sich eigentlich um ein Plateau, das etwa 30 bis 50 cm tief ist und das Gebiet erstreckt sich entlang der Küste von Puerto La Cruz bis zum Playa Blanca auf der Halbinsel Araya. Da hinter dem Plateau ein über 1 km tiefer Graben liegt, der La Chiminea genannt wird und sehr kaltes Wasser in den Park fließen lässt, ist die Unterwasserwelt im Nationalpark Mochima  anders ausgeprägt als in den warmen Gewässern der Karibik. So sind dort keine riesigen Fischschwärme zu beobachten, aber die Korallenwelt ist eine besondere Attraktion. Auch eine Vielzahl an Delphinen kann im Nationalpark beobachtet werden. Das Plankton, das in dieser Region im Wasser zu finden ist, leuchtet in der Nacht wie kleine Glühwürmchen. Ebenfalls zum Nationalpark gehören die Traumstrände Venezuelas wie Playa Colorada und Santa Fe.