Klima und Wetter

 

Generell ist Venezuela mit seinem meist tropischen Klima ein ganzjähriges Reiseziel. Allerdings herrscht in den meisten Regionen Venezuelas die Regenzeit in den Monaten Mai bis November, was zwar nicht bedeutet, dass es dann rund um die Uhr regnet, aber es muss mit längeren und äußerst heftigen Niederschlägen gerechnet werden. Gerade für Touren zu den atemberaubenden Wasserfällen ist es sogar von Vorteil, wenn diese nach Regentagen unternommen werden. Schließlich wirken diese spektakulären Naturattraktionen noch imposanter, wenn auch eine große Menge Wasser in die Tiefe stürzen kann.
Venezuela befindet sich in der Region mit tropischem Klima – dennoch bietet Venezuela auch Klimaregionen bis hin zu alpinem Klima aufgrund der zahlreichen Gebirgsregionen. Somit ist Venezuela nicht nur auf eine Klimazone beschränkt – je nach Höhenlage existieren in Venezuela vier verschiedene Temperaturzonen.  Die tropische Zone reicht bis zu einer Höhe von 800 m, danach folgt die gemäßigte Zone, die etwa zwischen einer Höhe von 800 bis 2.000 m liegt. Neben der Hauptstadt Caracas befinden sich die meisten Städte in Venezuela in der gemäßigten Zone. In den Höhen von 2.000 bis 3.000 m befindet sich die kühle Zone und im Hochgebirge ab 3.000 m sind neben Weideland und auch dauerhafte Schneefelder zu finden.
In Venezuela wird der Unterschied der Jahreszeiten, wie in allen tropischen Regionen, weniger durch die Temperaturschwankungen deutlich, sondern zeigt sich anhand der jeweiligen Niederschlagsmengen und Regentage.
Für die meisten ist sicherlich das tropische Klima in den Strandregionen der Karibik und in den Ebenen der Llanos eine wichtige Voraussetzung für einen paradiesischen Traumurlaub.

 

 
Regen und Niederschlag


Die unterschiedlichen Klimazonen in Venezuela machen sich selbstverständlich auch in den Niederschlagsmengen und der Zahl der Regentage pro Monat bemerkbar. Je höher die Lage einer Region, desto höher ist auch die jährliche Niederschlagsmenge und die Anzahl der Regentage je Monat.
In der tropischen Zone, den Tiefländern und der Llanos Ebene liegt die jährliche Niederschlagsmenge bei etwa 430 mm. Im westlichen Teil der Karibikküste, der zum größten Teil in der gemäßigten Zone liegt, sowie im Orinoco Dreieck fallen Niederschlagsmengen von bis zu 1.000 mm pro Jahr. In den Gebirgsregionen schwanken die Niederschlagsmengen je nach Senkungen und auch der vorherrschenden Winde.
Für Caracas, das in der gemäßigten Zone im Westen der Karibikküste liegt, gelten durchschnittliche Regentage pro Monat von etwa 2 Tagen im März, 3 Tagen im Januar und auch im Februar. Im April regnet es in Caracas an durchschnittlich 4 Tagen im Monat und im Dezember an etwa 6 Tagen pro Monat. Im Mai und November kann in Caracas im Durchschnitt mit etwa 8 Regentagen gerechnet werden und von Juni bis Oktober liegt die Zahl der Regentage pro Monat zwischen 10 und 13 im Durchschnitt.

 

Temperaturen


Auch hinsichtlich der Temperaturen wirken sich die unterschiedlichen Klimazonen in Venezuela entsprechend aus. In der tropischen Zone kann mit Durchschnittstemperaturen von etwa 26°C bis 28°C im Jahr gerechnet werden. In der gemäßigten Zone liegen die jährlichen Durchschnittstemperaturen bereits bei etwa 12°C bis 25°C – abhängig von der jeweiligen Höhenlage der Regionen. In der kühlen Zone dagegen liegen die Durchschnittstemperaturen pro Jahr bei nur 9°C bis 11°C und im Hochgebirge in Venezuela ist der Jahresdurchschnitt bei den Temperaturen bei unter 8°C, wobei in diesen Regionen auch Schneefelder zu finden sind, die das ganze Jahr dauerhaft bestehen.
Die allgemeinen Höchsttemperaturen für Venezuela liegen etwa zwischen 30°C und 31°C, in verschiedenen Regionen sind aber auch Temperaturen um 40°C keine Seltenheit.
Venezuela ist also nicht nur hinsichtlich des Klimas und den Regentagen ein sehr unterschiedliches Land, sondern auch im Hinblick auf die Temperaturen sind die Unterschiede innerhalb Venezuelas durchaus extrem verschieden.