Geschichte

Venezuela bis zum 19. Jahrhundert

Vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus im Jahr 1498 lebten in Venezuela die Ureinwohner, zu denen indianische Einwohner ebenso zählen wie auch Jäger und Sammler, die als Nomaden durch das Land zogen. Zu den Ureinwohnern Venezuelas gehören natürlich auch Fischer und Bauern, die in der vorkolumbianischen Zeit dort lebten. Als Christoph Kolumbus im Jahr 1498 Venezuela erreichte, ging er mit seiner Mannschaft beim Fluss Orinoco an Land. Bereits ein Jahr später folgte eine Expedition aus Spanien und im Jahr 1522 gründeten die Spanier mit dem Ort Nueva Cadiz ihre erste Siedlung in Venezuela, was den Grundstein für die kommende Kolonialisierung bedeutete. Ab dem Jahr 1535 gehörte Venezuela zu dem Vizekönigreich Neuspanien, dessen Hauptstadt Mexiko war. 1567 folgte dann die Gründung der heutigen Hauptstadt von Venezuela – Caracas. Ab dem Jahr 1577 wurde von den Spaniern für die Verwaltung des südamerikanischen Landes ein Gouverneur eingesetzt. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden dann Sklaven zum Anbau von Kakao, Tabak, Kaffee, Zucker und auch Baumwolle eingesetzt. Danach kam dann die Christianisierung der indianischen Völker im 17. und 18. Jahrhundert durch die Missionare in Venezuela, was für viele indianischen Kulturen das Ende bedeutete. Im Jahr 1777 wurde das Generalkapitanat Venezuela gegründet.
Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden immer wieder Versuche der Bevölkerung gestartet, sich von der spanischen Kolonisation zu lösen. Die Unabhängigkeitskriege kamen dann endlich im Jahr 1821 zu einem für Venezuela siegreichen Ende. Seit dem Jahr 1819 gehörte Venezuela bereits der Republik Großkolumbien an, die von Simon Bolivar gegründet worden war. Der Tod von Simon Bolivar im Jahr 1830 war dann der Grund für die endgültige Erklärung zur Selbständigkeit seitens des neuen und von da an unabhängigen Staates Venezuela. 1864 folgte dann eine erneute Umwandlung in der Staatsform – Venezuela wurde in eine Bundesrepublik geändert. Danach folgten noch weitere, zahlreiche Bürgerkriege und Revolutionen in dem südamerikanischen Land Venezuela.  

 

Die Geschichte Venezuelas ab dem 20. Jahrhundert


Fast die ganze erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war Venezuela durch die Diktatur von Juan Vicente Gomez geprägt. Erst nach dem Tod des Diktators konnte eine Liberalisierung des Landes erfolgen. Im Jahr 1941 wurde die erste sozialdemokratische Partei gegründet und im Jahr 1945 folgte die Gründung der kommunistischen Partei. Bei dem Putsch im Jahr 1945 wurden die beabsichtigten Reformen der Regierung in die Tat umgesetzt und am 14.12. 1947 wurde in Venezuela zum ersten Mal ein Präsident direkt vom Volk gewählt. Kurz nach Antritt der Regierungszeit wurde der neue Präsident Romulo Gallegos aber bereits wieder durch einen Militärputsch gestürzt. Danach folgte eine Zeit unter der Herrschaft der Militärjunta und eine erneute Herrschaft eines Diktators. 1958 wurde der Diktator Marcos Perez Jimenez gestürzt und Venezuela wurde zu einem demokratischen Land. Seit dem 6. Dezember 1998 ist der heutige Präsident Hugo Chavez im Amt, aber die zahlreichen Putschversuche nehmen immer noch kein Ende.